Handelsmarketing

Prospektmonitor 2026: Wie die Menschen Prospekte heute wirklich nutzen

Kaum ein Werbemittel wird so oft totgesagt wie der gedruckte Prospekt, und kaum eines hält sich so hartnäckig. Wer wissen will, ob sich Print noch lohnt, sollte nicht auf das Bauchgefühl hören, sondern auf die Zahlen. Der Prospektmonitor 2026 liefert sie.

Die Kernzahlen 2026

97 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher lesen zumindest gelegentlich gedruckte Prospekte, 74 Prozent tun das jede Woche. Die Nutzung verteilt sich breit über alle Altersgruppen und ist keineswegs ein Thema allein der älteren Generation. Print bleibt damit das meistgenutzte Medium, wenn es um Angebote geht (Quelle: Prospektmonitor 2026, IFH Media Analytics).

Selbst am Briefkasten mit Aufkleber

Besonders aufschlussreich ist ein Detail: Auch in Haushalten mit einem Keine-Werbung-Aufkleber am Briefkasten geben 49 Prozent an, ausgewählte Prospekte gern zu lesen. Der Aufkleber ist also seltener eine grundsätzliche Ablehnung als der Wunsch, nicht mit Beliebigem überschüttet zu werden. Relevanz schlägt Menge.

Print bleibt, digital wächst

Die ehrliche Lesart der Studie ist nicht Print gegen Digital, sondern Print und Digital. Die hybride Nutzung von gedruckten und digitalen Prospekten erreicht neue Höchstwerte. Die zentrale Frage lautet deshalb nicht, ob Sie drucken oder digital gehen, sondern wie Sie beides zu einer stimmigen Customer Journey verbinden. Wie das zusammenspielt, zeigt der Beitrag Prospekt online und offline verknüpfen.

Warum manche Händler trotzdem kürzen

Dass einzelne Händler ihre Printwerbung reduzieren, hat selten mit der Wirkung zu tun, sondern mit den Kosten für Papier, Druck und Verteilung sowie mit einer allgemeinen Verschiebung von Budgets ins Digitale. Was dabei leicht übersehen wird: Der Prospekt liefert einen messbaren Umsatzbeitrag. Als ein Händler den Handzettel stoppte, sank der Umsatz um 7,7 Prozent, und die eigene App fing den Wegfall nicht auf. Belege dazu finden Sie auf der Seite Vorteile der Prospektwerbung.

Was Sie daraus mitnehmen

Die Zahlen sprechen nicht für blindes Weitermachen, aber klar gegen vorschnelles Streichen. Wer den Kanal klüger einsetzt als der Wettbewerb, holt mehr aus jedem Print-Euro: durch individualisierte Teilauflagen, die Streuverluste senken, und durch eine saubere Verbindung von Print und Digital, die die Wirkung messbar macht. Mehr zur Grundlage im Beitrag Bedeutung von Prospekten im Handelsmarketing.

Häufige Fragen

Lesen die Menschen überhaupt noch Prospekte?

Ja. Laut Prospektmonitor 2026 lesen 97 Prozent zumindest gelegentlich und 74 Prozent wöchentlich gedruckte Prospekte, quer durch alle Altersgruppen.

Lohnt sich gedruckte Werbung neben digitalen Kanälen noch?

Ja, gerade in Kombination. Print liefert Reichweite und einen belegbaren Umsatzbeitrag, digitale Kanäle verlängern und messen die Wirkung. Die Studie sieht die Zukunft klar in der hybriden Nutzung.

Erreiche ich auch Haushalte mit Werbeverzicht?

Teilweise. Selbst bei einem Keine-Werbung-Aufkleber greifen 49 Prozent zu ausgewählten Prospekten. Entscheidend ist Relevanz statt Masse.

Sie wollen Ihr Print-Budget wirksamer einsetzen? Sprechen wir darüber.

Nächster Schritt

Sprechen wir über Ihr Projekt.