Handelsmarketing
Prospekt-Apps und digitale Prospekte: Ergänzung, kein Ersatz

Prospekt-Apps und digitale Angebotsplattformen haben ihren festen Platz im Handelsmarketing gefunden: Sie sind schnell aktualisierbar, messbar und erreichen Nutzer, die aktiv nach Angeboten suchen. Daraus wird gern eine Ersatz-Erzählung: digital statt gedruckt. Die Daten erzählen eine andere Geschichte, nämlich die einer Arbeitsteilung.
Was digitale Prospekte gut können
Digitale Kanäle punkten bei Suchenden: Wer eine App öffnet oder Angebote googelt, hat bereits Kaufabsicht. Dazu kommen Aktualität in Echtzeit, unbegrenzter Platz und saubere Messbarkeit von Klicks bis zur Aktionsseite. Für Händler sind digitale Prospekte deshalb ein wertvoller Kanal für die aktive Zielgruppe, und ein gutes Schaufenster für kurzfristige Aktionen.
Was nur der gedruckte Prospekt kann
Der gedruckte Prospekt erreicht auch die, die nicht suchen: Er liegt im Briefkasten, wird beim Kaffee durchgeblättert und schafft Kaufimpulse, die keine App auslöst. Die Reichweite bleibt beeindruckend, 93 Prozent der Verbraucher nutzen zumindest gelegentlich gedruckte Werbemittel, 78 Prozent wöchentlich (Prospektmonitor 2025, IFH Media Analytics). Und der Ersatz-Test ist gemacht: Als ein großer Lebensmittelhändler in den Niederlanden den gedruckten Handzettel strich, sank der Umsatz um 7,7 Prozent, die Ausgaben beim Wettbewerb stiegen, und die eigene App konnte den Wegfall nicht auffangen.
Die Verbindung macht den Unterschied
Die klügste Strategie ist das Zusammenspiel: Der gedruckte Prospekt liefert flächige Reichweite im Einzugsgebiet, digitale Kanäle verlängern, vertiefen und messen. QR-Codes führen vom Papier zu Aktionsseiten und in den Shop, wie unser Beitrag zur On-Offline-Verknüpfung zeigt. Versionierte Druckauflagen mit lokalem Absender sorgen dafür, dass die gedruckte Seite der Kampagne genauso relevant ist wie die digitale, Standort für Standort. Das Konzept dahinter beschreibt unsere Seite zu Omnichannel und Drive-to-Store.
Häufige Fragen
Sollten Händler auf Prospekt-Apps setzen?
Ja, als zusätzlichen Kanal für aktiv Suchende. Die Entscheidung lautet nicht App oder Print, sondern wie beide zusammen die größte Reichweite im Einzugsgebiet erzielen.
Sind digitale Prospekte günstiger?
Pro Kontakt oft ja, pro Wirkung nicht unbedingt: Digitale Kanäle erreichen vor allem die ohnehin Aktiven. Die Frequenzwirkung in der Breite liefert weiterhin der Briefkasten.
Wie mache ich gedruckte Prospekte messbar?
Über QR-Codes und Aktionsseiten je Version, regionale Vergleiche versionierter Auflagen und die Frequenz- und Umsatzentwicklung im Aktionszeitraum.
Sie wollen Print und Digital zu einer Kampagne verbinden? Sprechen wir über Ihren Kanalmix.
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