Handelsmarketing
Prospekt-Comeback: Händler setzen auf Print

Braucht der Handel den gedruckten Prospekt noch? Als Rewe sich Mitte 2023 nach 80 Jahren vom Papierprospekt verabschiedete, klang die Antwort für viele ausgemacht. Gut zwei Jahre später zeigt sich ein anderes Bild: Händler setzen wieder auf Print, und sie haben gute Gründe dafür.
Ein Prospekt ist ein gedrucktes Werbemittel, das die Angebote eines Händlers gebündelt in die Haushalte seines Einzugsgebiets bringt und dort die Einkaufsplanung begleitet. Genau diese Rolle hat sich als schwer ersetzbar erwiesen.
Was hat das Rewe-Prospekt-Aus gezeigt?
Rewe stellte den gedruckten Prospekt ein und setzte stattdessen auf die eigene App und Online-Werbung. Ein Jahr später zog das Handelsblatt Bilanz, und die Zahlen sprechen eine klare Sprache: 60 Prozent der Kunden geben an, weniger über die Rewe-Angebote zu wissen. Die Hälfte holt inzwischen verstärkt Angebote anderer Lebensmittelhändler ein, wovon vor allem Aldi profitiert. Und nur 47 Prozent der Kunden nutzen die digitalen Alternativen überhaupt.
Rewe büßte leicht Marktanteile ein und erhöhte parallel die klassischen Print-Anzeigen um 370 Prozent. Der Umsatz stieg zwar, das lässt sich jedoch vor allem auf inflationsbedingt gestiegene Produktkosten zurückführen. Wer die Entwicklung nüchtern betrachtet, erkennt: Der Prospekt hat eine Lücke hinterlassen, die digitale Kanäle bislang nur teilweise füllen.
Warum gedruckte Prospekte wirken
Der gedruckte Prospekt bringt Eigenschaften mit, die digitale Kanäle sinnvoll ergänzen, aber kaum ersetzen. Konsumenten schätzen ihn als verlässliche Informationsquelle und nutzen ihn aktiv für die Einkaufsplanung. Viele schreiben daraus ihre Einkaufsliste oder nehmen den Prospekt gleich mit in den Laden. Er erreicht die Zielgruppe direkt im Briefkasten und erzeugt hohe Aufmerksamkeit, weil er dort für sich wirkt statt um Bildschirmzeit zu konkurrieren.
Dazu kommt die Lebensdauer: Ein Prospekt liegt auf dem Küchentisch, wird wiederholt durchgeblättert und aufbewahrt, während digitale Werbung oft nach Sekunden weitergewischt ist. In Kombination mit gezielter Verteilung an ausgewählte Haushalte entsteht so eine hohe Kosteneffizienz, und der Return on Investment bleibt oft hoch.
Individualisierung macht den Unterschied
Das Comeback bedeutet dabei kein Zurück zur Gießkanne. Der Prospekt wirkt am stärksten, wenn er zur Situation vor Ort passt: zum Sortiment, zu den Preisen und zum Einzugsgebiet des einzelnen Standorts. Für Handelsgruppen und Verbundgruppen heißt das: eine zentrale Kampagne, viele lokale Versionen. Gerade selbstständige Händler im Verbund brauchen beides, die Kraft der zentralen Marke und den Raum, ihre eigenen Schwerpunkte abzubilden.
Technisch ist das heute auch bei großen Auflagen wirtschaftlich machbar. Im Rollenoffset produzieren wir individualisierte Prospekte mit Teilauflagen ab 500 Exemplaren, in Formaten von A5 bis A2, mit 2 bis 80 Seiten und Papieren von 39 bis 130 g/m². So erhält jeder Händler seine eigene Version innerhalb einer gemeinsamen Produktion.
Wie passt Print zu Nachhaltigkeitszielen?
Nachhaltigkeit gehört in jedes Prospektkonzept, und zwar mit belegbaren Fakten. Papier ist ein Kreislaufmaterial: Wir setzen auf recyceltes Papier und umweltfreundliche Druckverfahren und reduzieren durch effiziente Produktionsprozesse Abfall und Ressourceneinsatz. Genauso wichtig ist die Verteilung. Wenn Prospekte über eine durchdachte Logistik genau die Haushalte erreichen, die sie lesen wollen, vermeidet das unnötigen Papierverbrauch und die Auflage arbeitet dort, wo sie Wirkung entfaltet.
Der richtige Mix: das eine tun, das andere nicht lassen
Das Prospekt-Comeback ist ein Plädoyer für Balance. Print schafft Reichweite und Vertrauen, digitale Formate vertiefen und verlängern die Wirkung. Wer beides aus einem Guss plant, spielt jede Kampagne über die Kanäle aus, die bei seiner Zielgruppe funktionieren.
Genau dafür sind wir aufgestellt. Die eigene Druckerei in Bruchsal ist unser Fundament, entscheidend ist das Gesamtpaket: Konzeption und Kreation, Produktion, Logistik und digitale Lösungen aus einer Hand. Als familiengeführtes Unternehmen begleiten wir seit 1987 Handelsunternehmen persönlich und mit kurzen Wegen. Heute arbeiten 65 Mitarbeitende für über 100 Handelsunternehmen, mit einem Ziel: dass Sie erfolgreich handeln.
Häufige Fragen
Lohnt sich Prospektwerbung für Händler noch?
Ja. Gedruckte Prospekte gelten bei Konsumenten als glaubwürdige Informationsquelle und begleiten die Einkaufsplanung bis in den Laden. Der Rewe-Fall zeigt, wie stark diese Bindung ist: Nach dem Prospekt-Aus wussten 60 Prozent der Kunden weniger über die Angebote, und die Hälfte orientierte sich verstärkt zu anderen Händlern.
Ab welcher Auflage lassen sich Prospekte individualisieren?
Bei ADAM MEDIA sind individualisierte Teilauflagen ab 500 Exemplaren möglich. Innerhalb einer gemeinsamen Produktion erhält so jeder Standort oder selbstständige Händler seine eigene Version mit lokal passenden Inhalten, in Formaten von A5 bis A2 und mit 2 bis 80 Seiten.
Wie nachhaltig sind gedruckte Prospekte?
Papier ist ein Kreislaufmaterial. Wir drucken auf recyceltem Papier mit umweltfreundlichen Verfahren, halten die Produktion effizient und verteilen gezielt, damit Prospekte genau dort ankommen, wo sie gelesen werden. So bleibt der Ressourceneinsatz gering und die Werbewirkung erhalten.
Sie planen Ihre Prospektstrategie für die kommende Saison oder möchten wissen, was Individualisierung für Ihre Organisation bedeutet? Dann sprechen Sie mit uns. Nehmen Sie Kontakt auf, wir schauen gemeinsam auf Ihre Kanäle, Ihre Auflagen und Ihre Ziele.
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