Onlinenutzung unter die Lupe genommen
Wenn wir vom CO2-Ausstoß für das Internet reden, denken wir vor allem an den Stromverbrauch von Endgeräten der Nutzer-, Netzverbindungen, Rechenzentren und Serverräume.

Wenn wir vom CO2-Ausstoß für das Internet reden, denken wir vor allem an den Stromverbrauch von Endgeräten der Nutzer-, Netzverbindungen, Rechenzentren und Serverräume. Jedes Smartphone erzeugt Energieverbrauch für das Internet eine CO2-Äquivalenz von ca. 5 Kg, wie das Fraunhofer-Institut ermittelt hat. Für ganz Deutschland bedeutet das einen CO2-Ausstoß durch das Internet von rund 288.500 Tonnen, hochgerechnet anhand des Verbrauchs der 57,7 Millionen Smartphone-Nutzer. Mehr als die Hälfte des Datenverbrauchs im Internet fällt allerdings auf das Streaming zurück.

Eine aktuelle Studie des Instituts für angewandte Ökologie zeigt, dass 4 Stunden Videostreaming täglich ca. 62 kg CO2 pro Jahr verursachen. Gerade Videos on demand sind große Co2 Verursacher. Es gibt vier Bereiche, wodurch beim Anschauen von zum Beispiel Netflix-Produktionen CO2-Emissionen verursacht werden:
⁃ Bei der Produktion selbst (Netflix-Studios, Verwaltung);
⁃ Rechenzentren: Bei der Speicherung des produzierten Materials;
⁃ Bei der Übermittlung des Materials über die Netzinfrastruktur auf Endgeräte und natürlich beim Anschauen über die Endgeräte (Quelle br.de)
Insgesamt 451.000 Megawattstunden Energie wurden nur für Punkt 1 und 2 verbraucht. Das entspricht einer Strommenge, die etwa 56 neue Windräder im Jahr liefern. (Quelle: Netflix)

Laut Berechnungen der ETH Zürich müssen wir beim Stromverbrauch für das Internet mit einem Wachstum von 4-7 % rechnen. Wenn wir lieber Filme zu Hause streamen wollen, anstatt ins Kino zu gehen, wenn wir Daten von überall aus verfügbar haben möchten, anstatt uns durch Papier zu informieren, müssen wir feststellen, dass das auch ein entscheidender Grund für diesen Anstieg im Energieverbrauch ist. Zwar hinterlässt auch die Herstellung von Papier für eine Zeitung oder einem Prospekt einen relevanten C02-Fußabdruck, da Ressourcen verbraucht werden und der chemische Aufschluss von Holz hohe Energieaufwendungen bedürfen. Doch werden in der Regel über 80% und mehr nur Recyclingpapiere eingesetzt. Deren Fußabdruck ist deutlich geringer als der von Frischfaserpapier. Auch wenn es nicht zertifiziert ist, so besteht unser Papier IMMER bis zu 80% Altpapier, was meistens schon 7mal recyclet wurde.

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